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Stammzellenforschung: Kritik an geforderter Schweigepflicht für Journalisten!
1. September 2008 | 10:12 Uhr | Dr. Kübler GmbH




München - Der Stammzellforscher Professor Hans Schöler, Direktor des Max-Planck-Instituts für Biomedizin in Münster, möchte Journalisten offenbar verbieten lassen, künftig von Fachkongressen zu berichten. Der Münchner Onkologe Dr. Ulrich Kübler sieht in diesem Vorstoß hingegen den Versuch, Kritiker zum Schweigen bringen zu wollen.
 
Was als Routineveranstaltung begann, endete als handfester Eklat: Auf dem vor einigen Wochen zu Ende gegangenen Internationalen Kongress für Genetik in Berlin forderte Schöler, dass Journalisten die Teilnahme an hoch spezialisierten Workshops nur dann erlaubt werden sollte, wenn sie sich vorab verpflichten, die dort publizierten Informationen nicht unabgesprochen zu verwenden. In den USA sei dies längst gängige Praxis, so der Stammzellenforscher.
 
Zuvor hatte Schöler seinen Vortrag über die Gewinnung wandlungsfähiger Stammzellen ohne vorherige Tötung von Embryonen überraschend abgebrochen. Seine Begründung: Es seien Journalisten anwesend. Mit seiner Forderung nach entsprechenden Verschwiegenheitserklärungen stößt Schöler bei vielen seiner Kollegen auf Unverständnis. „Es hat einen unangenehmen Beigeschmack, wenn ausgerechnet Forscher wie Schöler die Berichterstattung durch Verschwiegenheitserklärungen einschränken und lenken wollen“, kritisiert Dr. Ulrich Kübler.
 
„Anstatt mit Respekt vor dem Leben mit der Zelle umzugehen, werden von Herrn Schöler regelbare Stammzellen mit Hilfe von Krebsgenen in unregelbare umgewandelt. Und Journalisten oder Kollegen, die das kritisch begleiten, möchte er einen Maulkorb umhängen“, zeigt sich Kübler empört. Im Grunde genommen verstünde Schöler gar nicht, was er der Zelle antut. Die von ihm postulierte Pluripotenz könne er weder begreifen noch steuern.
 
„Meiner Meinung nach ist diese Art der Forschung nicht mehr förderungswürdig, sondern gefährlich. Wir benötigen daher mehr denn je freie Journalisten, sonst verlieren Forscher wie Schöler jedwede Selbstkontrolle“, macht sich Kübler für eine weiterhin freie Berichterstattung der Medien stark.
 
Weitere Informationen finden sich unter www.kueblergmbh.com beziehungsweise können per E-Mail an kueblergmbh@presse-desk.com angefordert werden.
 
 
 
Über Dr. med. Ulrich Kübler:
 
Dr. med. Ulrich Kübler ist Onkologe. Er absolvierte sein Medizin-Studium - mit den Schwerpunkten Biochemie und Tumorimmunologie - an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Nach erfolgreicher Promotion zum Dr. med. 1977 betrieb Kübler umfassende Forschungsarbeiten in den Vereinigten Staaten. Heute leitet er die von ihm gegründete Dr. Kübler GmbH, ein privates Forschungsinstitut in München, das in der Lage ist, menschliche Tumorzellen zu gewinnen, aufzubewahren sowie dagegen Therapiestrategien zu entwickeln. Dr. Kübler ist Inhaber nationaler und internationaler Patente auf dem Gebiet der Medizin und Biotechnologie.


Presse-Kontakt:

Dr. Kübler GmbH
Siebertstraße 6
D-81675 München

PresseDesk
Tel.: 030 / 275 722 69
E-Mail: kueblergmbh@presse-desk.com
Web: www.kueblergmbh.com




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