Die Experten vom Gesundheitsportal imedo.de gehen den Ursachen auf den Grund
Berlin - Frauen geben nicht nur mehr Geld für Schuhe aus, Frauen kosten auch im Gesundheitswesen deutlich mehr als Männer. Pro Kopf der Bevölkerung betrugen die Krankheitskosten im Jahr 2006 durchschnittlich 2.870 Euro. Der Wert der Frauen lag bei 3.230 Euro, Männer hingegen verursachten im Durchschnitt nur 2.480 Euro – eine Frau kostet pro Jahr 750 Euro mehr. Das sind Ergebnisse der imedo-Studie „Kosten des Gesundheitswesens“.
Ab dem 15. Lebensjahr liegen die Gesundheitskosten für Frauen in allen Altersklassen über denen der Männer. Die Gründe dafür sind vielschichtig, wobei der größere Anteil der Frauen in der Gesamtbevölkerung eine entscheidende Rolle spielt. Bedingt durch einen gesünderen Lebensstil haben Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer – zu ihrem Nachteil in der Statistik, denn die höchsten Kosten für die Krankheitsbetreuung fallen in den letzten Jahren vor dem Tod an. Während viele Männer mit chronischen Krankheiten für lange Zeit von ihren Frauen zu Hause gepflegt werden, sind Frauen im hohen Alter hingegen oft Witwen oder allein stehend und daher verstärkt an die Betreuung in Pflegeeinrichtungen gebunden. Das kostet viel Geld.
Doch warum leben Frauen länger? Doktor Ellis Huber, Gesundheitsreformer und medizinischer Beirat der imedo GmbH, hat folgende Erklärung für den Befund: „Frauen fühlen mehr, sie sind sensibler als Männer. Aus diesem Grund gehen sie auch sorgsamer mit ihrer Gesundheit um. Männer leben häufig nach dem Motto „Der Indianer spürt keinen Schmerz“ und gehen erst dann zum Arzt, wenn es schon fast zu spät ist. Frauen hingegen kommen früh mit Ärzten in Kontakt, deshalb fällt es ihnen auch später nicht schwer, an Präventionsmaßnahmen teilzunehmen.“ Die regelmäßigen Untersuchungen beim Gynäkologen beginnen für heranwachsende Mädchen oftmals mit der Verschreibung der Pille oder anderen Verhütungsmitteln. Im Alter von 20 Jahren nehmen junge Frauen dann erstmals an Krebsvorsorge-Untersuchungen teil. Für Männer hingegen beginnt die Krebsvorsorge erst ab dem 35. Lebensjahr mit Früherkennungsuntersuchungen auf Prostata- und Darmkrebs.
Doch nicht nur im Präventionsverhalten unterscheiden sich Mann und Frau. Während Männer auf Grund von Unfallfolgen, Frakturen und Herzkrankheiten das Krankenhaus aufsuchen, gehört bei Frauen die Entbindung zu den häufigsten Gründen für einen Krankenhausaufenthalt. Die Kosten durch Schwangerschaft, Geburt und Fortpflanzungsmedizin werden im Gesundheitswesen allein den Frauen angerechnet. Unfälle und Herzkrankheiten sind Gründe, die durch Gesundheitsverhalten beeinflussbar sind, Kinder bekommen ist ein erwünschtes Ereignis und daher kaum mit den Hospitalisationsgründen der Männer vergleichbar.
Unterschiedliche Krankheits- und Gesundheitsverhalten und unterschiedliche Betreuungssituationen im hohen Alter geben mögliche Erklärungen für die Kostendifferenz zwischen Mann und Frau im Gesundheitswesen. „Für den gesunden Lebensstil der Frauen sollte die Gesellschaft dankbar sein“, ist sich Huber sicher. „ Denn oftmals haben sie, bevor sie selbst pflegebedürftig werden, ihre Männer betreut – und das wiederum spart viel Kosten.“
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