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Nur noch 10 Tage für die Weiblichkeit in Worten
05. November 2006 10:40 Uhr | evas-rippe.de


Literaturwettbewerb

Köln - Der von Frau Herman in ihrem Buch "Das Eva-Prinzip" perspektivierten Rückkehr zur Weiblichkeit möchte das "freie Zeit"-Netzwerk für Frauen, evas-rippe.de, mit dem Literaturwettbewerb „Evas’s Tag – 24 Stunden Weiblichkeit“ ein Zeichen der aktiv gelebten, realen Weiblichkeit entgegen setzen, denn, so ist das Motto zu verstehen, eine Frau ist weiblich – und zwar 24 Stunden eines Tages.

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Jede Teilnehmerin des Wettbewerbs beschreibt einen typischen und ungewöhnlichen Tag aus ihrem Leben, ob humorvoll weiblich oder dramatisch feminin oder völlig losgelöst, wie sie das Thema anpackt, ist ihre Entscheidung. Aus allen Beiträgen wählt eine Jury ab dem 16.11.2006 die zehn besten Tagesberichte, die dann im öffentlichen Bereich des Online-Portals – also auch für Besucher der Seite – ab dem 1.12.2006 zur Abstimmung gestellt werden.

Der Wettbewerb läuft sehr erfolgreich seit vier Wochen und die Einstellfrist schließt erst in 12 Tagen – Zeit genug also noch für viele Frauen, einen Beitrag einzustellen. Schon jetzt ergibt sich aus den Tagesgeschichten, dass es nicht eine neue Weiblichkeit ist, die wir suchen, sondern das wir längst am Ziel sind mit unserer Weiblichkeit.


Auszüge:

... Bin immer für ihn da wenn er mich braucht.
Ich will mich nicht beschweren, schließlich liebe ich ihn und ich will ihn. Aber ich will
ihn allein für mich und dafür tue ich alles. Bis jetzt hat es nicht geholfen. Noch vertraue
ich auf die Zeit. Dabei fressen die einsamen Tage meine Lebensenergie auf. Wenn ich in den
Spiegel sehe, dann steht da eine alternde Frau mit griesgrämigem Gesicht, eine unzufriedene,
leidende Dirne. Eine, die zurückbleiben wird. Eine, die sich belügt. Der Spiegel lügt nicht.
Aber ich lüge und er lügt. Wir lügen uns etwas zusammen. Berauben uns, in dem Irrglauben nur
gemeinsam glücklich sein zu können und das uns das Schicksal so übel mitspielt. Das
Schicksal ist in uns.
„Egal was passiert, du bist meine große Liebe“, sagt er immer zu mir. Ich höre das nur zu
gerne. Dabei macht es mich traurig. ...  (Auszug: Hummel (Jahrgang 1950) "Weiblich Wochenendlos")


... Sie setzte sich auf den Käfig und ließ die Beine an den Gitterstäben herabbaumeln. Er leckte
ihr brav die Füße. Vroni zappelte auf ihrem Stuhl, sie blickte mich angewidert an. „Und das
will der wirklich, das kann doch nicht sein.“
„Doch, das ist so, ich wette, wir haben ihm damit einen Traum erfüllt.“
„Aber sich so demütigen zu lassen, wie kann man das denn gut finden, das verstehe ich
nicht.“ ... (Auszug: Gala Dali (Jahrgang 1962) "Schwüle Nächte in Offenbach")

... Dann schaue ich in die Augen meiner Großmutter.
Sie sind so wunderschön!
Sie muß sehr stark gewesen sein , denn sie heiratete einen Mann , der sehr berühmt und sehr
begehrt und außerordentlich schwierig war.
Man erzählt bewundernd , sie warf mal ein Schlüsselbund nach ihm .
Das muß außergewöhnlich beeindruckend gewesen sein – zu dieser Zeit , in diesen Kreisen.
Es sind noch Briefe von ihr bewahrt , die tief berühren .
Obgleich ich sie nie kennen lernen konnte ist sie mir sehr vertraut. ... (Auszug: Kathinka (Jahrgang 1956) "Ein Hauch von Weiblichkeit")

... Dann schaue ich mal bei den „Desperate Housewives“ rein und denke schon an mein gemütliches Bett, welches mich bald erwarten darf. Ich wünsche meinem Schatz eine gute Nacht und versichere ihm, dass ich ihm ein Plätzchen an meiner Seite frei halten werde.
Um 06:30 Uhr berichtet der lokale Nachrichtensprecher über den aktuellen „Blitzer“ gleich
hier um die Ecke und macht quasi Kleidungsvorschläge (maximal zu erwarten: 16 Grad).
In der Firma alles wie immer, bereits muntere Menschen, solche, die bis Freitag brauchen, um
es zu werden und die, zu denen frau keine Meinung hat. ... (Auszug: Casablanca (Jahrgang 1964)
"Ununterbrochen weiblich")

... Tja, und dann mache ich Sport. Einmal um den Weiher walking, 6 Kilometer. Da habe ich eine, die auch von ihrem Mann sitzengelassen wurde, die sonst mitläuft. Sie äußert beim schnellen Gehen gern freimütig ihre Kritik an mir. Dass ich sexuell verklemmt, innerlich von Groll zerfressen, überdies verkrampft bin und ein einmalig prägnantes, sprich, altes Gesicht habe. Oder was ihr sonst noch einfällt, um mir vors Schienbein zu treten. Also laufe ich heute mal alleine. Wegen meiner Opferrolle (w!) ... (Auszug: Anke (Jahrgang 1935) "Mein Tag und ob er weiblich war")

... Ich bin in den Schutz des heimatlichen Ehehafens eingelaufen (immerhin musste ich erst knapp 34 werden um das zulassen zu können, wie blöd von mir!) und lasse meinen Mann, der ja wie gesagt keinen Grund hat, auf mich als Frau neidisch zu sein, jeden Morgen um 7.00 Uhr hinausziehen in die morgendliche Rush-Hour und hoffe, er verliert dabei nicht vollends den Verstand.
Dann höre ich in der Regel auch bis 19.00 Uhr nix mehr von ihm, weil er sich auf dem wirtschaftlichen Schlachtfeld tummelt. Ich hingegen muss nicht besser sein als meine Kollegen, die sich lieber heute als morgen meinen Posten unter den Nagel reißen wollen. Nein, und mit einem cholerischen Chef muss ich mich auch nicht herumschlagen. Ich bin nämlich Freiberuflerin. Ach, da hat man doch prima Zeit und kann sich alles so gut einteilen, oder finden Sie nicht? ... (Auszug: Suse (Jahrgang 1963) "So ganz Frau eben")

Frau Hermann wurde Anfang Oktober von der Initiatorin des „Freie Zeit“-Netzwerkes evas-rippe.de für Frauen in einem persönlichen Brief eingeladen, sich an dem Wettbewerb mit einem Tag ihres Lebens zu beteiligen:

Auszug

... Ich denke, Sie haben Verständnis dafür, dass Ihr sehr provokantes, vielleicht auch zum Teil missverstandenes Plädoyer Frauen herausfordert, mit weiblichem Witz und gelebter Weiblichkeit zu antworten.

Es würde mich freuen, wenn Sie einen Tagesbericht Ihres Lebens beisteuern würden. Selbstverständlich gilt für Sie nicht die Grundvoraussetzung für alle anderen Teilnehmerinnen - nämlich das Sie Mitglied unserer Community sind - Sie können als Gast teilnehmen. ...

Es gibt glaubhafte Anzeichen dafür, dass Frau Herman den Wettbewerb beobachten lässt, sie hat sich bislang aber nicht geäußert, ob sie noch teilnehmen wird.

Ganz bewusst möchte sich evas-rippe.de mit Esprit und Witz ein Netzwerk schaffen, in dem die Kommunikation miteinander, aktive Lebensbereicherung, Austausch und Ideenreichtum im Vordergrund stehen. Aktuelle Bezüge mit eigenem Leben füllen, wie zum Beispiel das Video „Zwergentanz“ als Antwort auf den neuen Otto-Film, das gehört zu den Stärken der Community.

Darüber hinaus werden natürlich auch typisch weibliche Themen wie Stil, Persönlichkeit, Gesundheit, Wellness & Schönheit in Blickpunkt der Community gerückt. So haben sich Fachfrauen, selber Netzwerkerinnen, zusammengetan und bieten zum Jahresanfang 2007 einen "EVAS Tag" an, der in seiner Vielfalt bewusst über den Tellerrand der üblichen Wellnessangebote hinaus schaut. Von der Vielfalt aller profitieren - das ist die Zielsetzung dieses "freie Zeit"-Netzwerkes für Frauen!

Zusatzinformationen über evas-rippe.de:

Das noch sehr neue und kostenlose "freie Zeit"-Netzwerk für Frauen will regional und
überregional den Austausch von Erfahrungen & Wissen fördern, informieren & Gemeinsamkeiten
aufzeigen, ermöglichen, von der Vielfalt aller zu profitieren, gemeinsame Aktivitäten
anregen und nicht zuletzt dabei unterstützen, neue Freundschaften zu schließen! Dabei können
die Netzwerkerinnen zwischen virtuellen und realen Möglichkeiten der Kommunikation frei
wählen. Das Ziel der Online-Plattform ist es, ein Netzwerk von Frauenfreundschaften zu
schaffen, das für den Kinoabend um die Ecke genauso geeignet ist wie für einen
überregionalen Gedankenaustausch im Netz.



Presse-Kontakt:

www.evas-rippe.de
Helma-Louise Schlögl
c/o Firma Screenaid
Maastrichter Str. 36
D 50672 Köln
Telefon 0221-9385867 / mobil 0178-5343996
Telefax 0221-9522076




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