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In Afrika ist Groß-Muttertag
6. Mai 2009 | 11:05 Uhr | HelpAge Deutschland




Osnabrück - Leonida Tibangonza, Großmutter von drei Enkeln, deren Eltern an Aids gestorben sind, ist 28 Kilometer gelaufen um nach Rwantege, Tansania zu kommen. Hier erwarten sie freundliche Menschen, die sich um sie kümmern und die ihr eine kleine Summe Geldes auszahlen, mit der sie im nächsten Monat ihre Familie ernähren kann. Leonida ist glücklich, ihrem kleinen Enkel ein menschenwürdiges Leben bieten zu können.

Wenn am Sonntag in vielen Teilen der Welt Mütter von ihren Kindern mit gedeckten Frühstückstischen, Blumensträußen und Kaffeetafeln überrascht werden, ist in Rwantege in Tansania im Südwesten Afrikas ebenfalls ein kleiner Feiertag. Aus teilsweise bis zu 50 km Entfernung machen sich Großmütter zu Fuß auf den Weg, um vom Schweizer Kurt Madörin ihre monatliche Minirente zu empfangen, die durch vom Hilfswerk HelpAge initiierte Spenden erst möglich wurde.

In der Region Kagera am Victoriasee wurde 1981 der erste Aids-Fall Tansanias festgestellt. Seitdem sind Tausende junger Männer und Frauen an Aids gestorben. Zurückgelassen haben sie Waisenkinder und ihre eigenen Eltern. Obwohl selbst bedürftig und oft krank, sind es die Großmütter, die die Mehrzahl der Aids-Waisen in ihren Haushalten ernähren und aufziehen. Für sie gibt es keine regelmäßige staatliche Hilfe. Hier setzt das seit 2006 von HelpAge unterstützte Projekt Kwa Wazee an. Mittlerweile erhalten 700 ältere Menschen eine Sozialrente von umgerechnet 4 € pro Monat sowie weitere 2 € für jedes mitversorgte Kind.

„Ohne ihre Großmütter hätten Afrikas Aids-Waisen keine Zukunft. Sie kämpfen um das Überleben, obwohl sie selbst alt und schwach sind“, stellt Hannelore Hoger, Schirmherrin der HelpAge Deutschland Kampagne „Jede Oma zählt“ und Schauspielerin (ZDF Kommissarin Bella Block u.a.), fest.

„Soziale Basisrenten in Entwicklungsländern stellen ein zentrales und realisierbares Instrument dar, um die Armut bis zum Jahr 2015 auf die Hälfte zu reduzieren“, so Michael Bünte, Geschäftsführer von HelpAge Deutschland. Die 2008 veröffentlichte Studie „Salz, Seife und Schuhe für die Schule“ beschreibt die Auswirkung dieser Hilfe auf die Menschen, die weniger unter Zukunftsängsten, Vereinsamung und Gesundheitsproblemen leiden müssen. Für die Kinder bedeutet es bessere Ernährung und Hygiene sowie die Möglichkeit zum regelmäßigen Schulbesuch. (2371 Zeichen)



Bei Interesse stellen wir Ihnen die Studie „Salz, Seife und Schuhe für die Schule“ als Broschüre gern zur Verfügung. Sie finden Sie auch auf unserer Homepage www.helpage.de . Ebenfalls können wir Ihnen ein Foto der Schauspielerin Hannelore Hoger zur Verfügung stellen, die Schirmherrin der Kampagne "Jede Oma zählt" ist.



Presse-Kontakt:

HelpAge Deutschland
Michael Bünte/Geschäftsführung
Tel. 0541/470 55 11 oder 0178/730 16 43
Email : buente@helpage.de, weitere Infos www.helpage.de und
www.jede-oma-zaehlt.de




Hinweis: Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.



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