Mehr Lohn für NRW-Tischler
10. März 2009 15:50 Uhr | Gewerkschaft für Kunststoffgewerbe und Holzverarbeitung


3,3 Prozent in zwei Stufen und Qualifizierung

Dortmund/Duisburg - NRW-Tischler erhalten 3,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt, neuer Tarifvertrag hat Laufzeit von 24 Monaten mit Nachverhandlungsoption. Erstmals auch Qualifizierungsvereinbarung abgeschlossen

Die rund 36.000 Beschäftigten des Tischlerhandwerks in NRW erhalten ab dem 1. April in zwei Stufen insgesamt 3,3 Prozent mehr Entgelt. In 2009 sind dies 2,1 Prozent und ab dem 1. April 2010 weitere 1,2 Prozent. Dies sieht der Tarifabschluss zwischen der Christlichen Gewerkschaft für Kunststoffgewerbe und Holzverarbeitung (GKH) und dem Fachverband Holz- und Kunststoff vor, welcher am heutigen Tage in Dortmund erfolgte. Die rund 5.400 Auszubildenden erhalten pro Monat 10 Euro mehr. Erstmals vereinbarten die Tarifparteien ein Qualifizierungsabkommen, welches sowohl den Bedarf der Unternehmen, als auch den Qualifizierungswunsch der Beschäftigten berücksichtigt.

Die Situation des Tischlerhandwerks in NRW wird derzeit als einigermaßen stabil eingeschätzt, allerdings erwarten rund 55 Prozent der Unternehmen einen Rückgang der Auftragslage. Die Unternehmen wollen allerdings die Zahl der Beschäftigten stabil halten. Ebenso hat es bei der Zahl der Lehrstellen keine Verschlechterungen gegeben.

Beide Tarifvertragsparteien vereinbarten eine Nachverhandlungsoption für 2010. Sollte die Preissteigerungsrate in einem Quartal im Jahr 2009 über 3 Prozent ansteigen, so kann die GKH von einem Sonderkündigungsrecht und der Nachverhandlungsoption Gebrauch machen. Im Falle einer deutlichen Verschlechterung des Geschäftsklimaindexes von minus 20 Punkten, der Fachverband. Die jeweiligen Zahlen werden im März 1010 erhoben.



Hintergrund:

Der Landesverband NRW des Christlichen Gewerkschaftsbundes CGB ist mit rund 44.000 Mitgliedern der drittgrößte Gewerkschaftsverband im Bundesland. Bundesweit zählen die im CGB zusammengeschlossenen Christlichen Gewerkschaften rund 300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Spitzenorganisation ist der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands. Die Christlichen Gewerkschaften vertreten Beschäftigte aller Branchen und Dienstleistungen und des öffentlichen Dienstes. Sie stellen Mitglieder In Betriebs- und Aufsichtsräten, ehrenamtliche Richter/innen der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit und sind in den Selbstverwaltungen der gesetzlichen Sozialversicherung vertreten. Für einige Christliche Gewerkschaften stand die Wiege im Ruhrgebiet. So wurde die Christliche Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie im Jahr 1894 in Essen gegründet, die heutige Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) Im Jahr 1899 in Duisburg. Duisburg Ist heute der Sitz des CGB-NRW, sowie der Berufsgewerkschaft DHV und des CGM-Landesverbandes. Sitz des CGB-Bundesverbandes ist Berlin, die CGM sitzt in Stuttgart, die Berufsgewerkschaft DHV in Hamburg und die Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen in München. Wichtige CGB-Organisationen haben ihren Sitz in NRW. So die Lehrerinnengewerkschaft VkdL in Essen, die Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation und die Gewerkschaft Union Ganymed In Bonn. Die Christlichen Gewerkschaften sind Tarifvertragsparteien In den bedeutendsten Branchen, des Handwerks und der Industrie.


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47249 Duisburg
Fon 0203/23447 Fax 287644
Internet: www.cgb-nrw.de

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