Wasser-Laser macht Spritze, Skalpell und Bohrer vielfach überflüssig
Dortmund - Zahnärzte und Kieferchirurgen bitten zur sanften Wellness-Behandlung
„Klasse, er hat überhaupt nicht gebohrt“ – was die Fernsehwerbung schon lange verspricht, das wird nun in Deutschlands Zahnarztpraxen immer häufiger Realität. Kalifornische Wissenschaftler entwickelten ein neuartiges Wasser-Laser-System, das Spritze und Bohrer weitgehend überflüssig und Zahnbehandlungen auch hierzulande angenehm schmerzfrei machen soll.
Waterlase nennt sich das patentierte Verfahren, bei dem Zahnbein (Dentin), Parodontose und Karies durch den gezielten Einsatz von Kühlwassernebel und Laser sanft, aber effizient entfernt werden. Dem Wasser kommen dabei zwei entscheidende Funktionen zu: „Während ein Teil kühlt und verdampft, trifft der andere Teil mit Höchstgeschwindigkeit punktgenau auf die erkrankten Stellen an Zahn, Zahnfleisch, Zahnwurzel und Knochen“, erläutert der Dortmunder Kiefer- und Gesichtschirurg Dr. Dr. Manfred Nilius, der das neue Verfahren als einer der ersten Fachärzte in Deutschland praktiziert. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber konventionellen Bohrern und Lasern: „Da das Gewebe durch den Sprühstrahl herunter gekühlt wird, sind Verbrennungen durch Überhitzung ausgeschlossen“, versichert Dr. Dr. Manfred Nilius.
Patienten bescheinigen dem neuen Verfahren eine äußerst angenehme Wirkung: In einer klinischen Studie der University of the Pacific bestätigen 98,5% der mit dem Waterlase-System behandelten Probanden, dass sie keinerlei Unbehagen empfunden hätten. „Da es weder schmerzhafte Vibrationen noch Hitze oder unangenehme Bohrgeräusche gibt, eignet sich diese Methode insbesondere für Kinder und Angst-Patienten“, hat die Dortmunder Zahnärztin Dr. Mirela Nilius in ihrer Praxis festgestellt.
Die innovative Methode steigert nicht nur Behandlungskomfort und Wohlbefinden im Zahnarztstuhl. „Durch die Wellenlänge des neuen Gerätes lassen sich auch das Kollagenwachstum und damit die Wundheilung positiv beeinflussen“, berichtet Dr. Dr. Nilius. Schädliche Bakterien werden durch die gebündelte Kraft von Laserenergie und Power-Wasserstrahl vernichtet, was möglichen Entzündungen den Nährboden entzieht.
Spürbare Vorteile bringt das System auch beim Einsetzen von Zahnimplantaten: „Schleimhautstanzungen per Skalpell werden überflüssig, die Wundheilung verbessert sich und es kommt zu erheblich weniger Nachblutungen“, betont Dr. Dr. Nilius. Beruhigende Aussichten also für all jene Patienten, die auch künftig sicher und unbeschwert zubeißen möchten – ohne dafür unnötig leiden zu müssen.
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Bildunterschrift: Dr. Dr. Manfred Nilius erläutert einer Patientin, wie Water-Lase funktioniert.
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