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You are leaving the american sector
13. Juli 2007 15:51 Uhr | open space


Ausstellung von Etelka Kovacs-Koller in der Galerie open space

Lörrach - Anstoss zu dieser Ausstellungsidee gaben die Dreharbeiten zum Film „Das Verhör des Harry Wind“ mit Klaus Maria Brandauer und Sebastian Koch, die ab Ende August in den benachbarten Räumlichkeiten von open space stattfinden werden. Garderobe, Maske sowie das Produktionsbüro von Sunvision werden in der Galerie beheimatet sein, die die international renommierte Künstlerin Etelka Kovacs-Koller gemeinsam mit ihrem Partner Lars Knobloch betreibt. „Das Drehbuch von Marion Reichert und Axel Martin las ich während eines Fluges und war sofort zutiefst beeindruckt,“- sagt Frau Kovacs-Koller „denn vordergründig handelt es sich um einen Spionagethriller, genauer betrachtet ist die Geschichte jedoch äusserst Facettenreich und die aktuelle Brisanz ist nicht zu übersehen. Es geht unter anderem um politische Manipulation, um die Macht der Medien im Jahre 1956 und während des kalten Krieges.“

Die Malerin Etelka Kovacs-Koller ist 1952 in Ungarn geboren, ihre Eltern flüchteten während des Ungarnaufstandes 1956 in die Schweiz. „ Ich bin in einem sozialistischen Land aufgewachsen und wurde von Kindesbeinen an mit massiver Propaganda konfrontiert. Von 1966 bis 1992 lebte ich dann in Berlin-West und lernte dort sozusagen die andere Seite der Medaille kennen. Die politischen Verhältnisse haben sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zwar entschieden geändert, die Möglichkeiten der Manipulation sind durch die Massenmedien allerdings schleichender und subtiler geworden. Es geht immer noch um Macht und Unterwerfung, der Unterschied zu den 50er Jahren in Ungarn ist lediglich, dass zumindest die Bewohner Industrienationen durch Wohlstand wesentlich korrumpierbarer geworden sind, denn wir alle haben viel zu verlieren.“

Während der drehfreien Tage werden neben zahlreichen grossformatigen Arbeiten der Künstlerin, authentische Informationen aus Wissenschaft, Kultur und Politik, sowie ein Dokumentarfilm über den „Atomwahn“ der fünfziger Jahre in den USA gezeigt.
Durch die ungewöhnliche Ausstellung möchte die Künstlerin die Anregung, die sie durch das Lesen des Drehbuches erhalten hat weitergeben und ihre politische Verantwortung als Zeitzeugin einer langsam in Vergessenheit geratenden Epoche übernehmen. „In die Vergangenheit zu schauen ist notwendig um zu lernen und um sich wiederholende Muster zu erkennen. Historische Ereignisse sollten jedoch nicht zu einem „Gestern“ degradieren, das mit meinem „Heute“ nichts mehr zu tun hat. Die Frage nach der freien Willensentscheidung ist am Beginn des 21. Jh. wichtiger denn je.“

„You are leaving the american sector“
31. August 2007 bis 16. September, jeweils Samstags von 10 bis 17 Uhr
in der Galerie open space
Meraner Platz 1
79539 Lörrach


Presse-Kontakt:

Galerie open space
Lars Knobloch
Meraner Platz 1
79539 Lörrach
Kontakt:
0049 (0) 7621/91 57 82
+49 (0)160/914 596 76
kovkol@yahoo.de

www.madforart.de
www.open-space.biz




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