Flächentarifvertrag besteht Bewährungsprobe
Duisburg - Nach Ansicht des Geschäftsführers der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) in NRW, Detlef Lutz, zeigt der Tarifkompromiß in der Metall- und Elektroindustrie, dass das System Flächentarifvertrag funktioniert! Lutz widersprach Meldungen, nach denen die Arbeitnehmerseite eine Niederlage erlitten habe.
„Als wir in unseren Tarifkommissionen auf Grund der vorliegenden Daten, also der Inflationsrate und den Prognosen für das Bruttosozialprodukt und der Wirtschaftsdaten, unsere Forderung von 7 Prozent, inclusive betrieblichen Erfolgsbeteiligungskomponenten, aufgestellt haben, waren die heutigen Verhältnisse nicht absehbar. Darauf aber heute flexibel zu reagieren, ist keine Niederlage!“.
Dazu kommt, dass es längst nicht allen Branchen, welche dem Flächentarifvertrag unterliegen, schlecht geht! Der Maschinenbau ist gut aufgestellt und auch in der Elektroindutrie ist nicht alles schlecht, wenngleich auch Unternehmen wie Infineon den Tarifverband verlassen.
Die Tarifvertragsparteien haben Verantwortung für das Ganze gezeigt und den Betrieben, welche nicht sofort den Tarifvertrag nach Punkt und Komma umsetzen können, die notwendige Luft zum atmen gelassen.
Ein Flächenabschluß, welcher sowohl tabellenwirksame Steigerungen von bis zu 4,2 Prozent, als auch Komponenten zur Altersteilzeit und Flexibilisierung bei wirtschaftlichen Problemen enthält, ist nicht sehr häufig in der Tariflandschaft zu finden, sagte Lutz, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender und tarifpolitischer Sprecher der CGM ist.
Die große Tarifkommission der CGM wird nunmehr beraten und entscheiden, ob die CGM dem Abschluß in Gänze zustimmen wird. Dabei kommt es darauf an, wie weit der Pilotabschluss in den einzelnen regionalen Tarifgebieten übernommen wird. Lutz zeigte sich zuversichtlich, dass die Gremien der CGM ein positives Votum abgeben.
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