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Fatale Verwechslung: Wissenschaftler verwendeten offenbar jahrzehntelang Hautkrebszellen für die Brustkrebsforschung
15. Oktober 2008 | 09:45 Uhr | Dr. Kübler GmbH




München - Jahrzehntelang verwendeten Krebsforscher offenbar aus einem Melanom (Hautkrebs) stammende Tumorzellen für die Brustkrebsforschung. Leidtragende der folgenschweren Verwechslung sind vor allem weibliche Patienten, deren Brustkrebstherapien sich somit auf vermutlich falsche Erkenntnisse stützen.
 
Der Biologe James Rae hatte die Fehlschlüsse ganzer Generationen von Medizinern jüngst aufgedeckt und die entsprechenden Forschungsergebnisse in Frage gestellt. Die Schwierigkeit, Krebszellen eindeutig zu identifizieren, wird durch die permanente Mutation der Geschwüre bedingt. Erst mit modernen DNA-Analysen konnte Rae nachweisen, dass die für die Brustkrebsforschung verwendeten Zellen nicht von der an Brustkrebs erkrankten Spenderin stammten, die diese bereits 1976 für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt hatte.
 
Dass seit vermutlich geraumer Zeit an vertauschten Krebszellen geforscht wird, könnte aber auch am Beharrungsvermögen der betroffenen Forschungsinstitute liegen: Denn weder das Deutsche Krebsforschungszentrum noch das Paul Ehrlich-Institut oder das National Cancer Institute bemerkten den Fehler. Der Münchner Krebsforscher Dr. Ulrich Kübler sieht seine Befürchtung, dass die Qualität der Krebsforschung an Routinen krankt, angesichts dessen bestätigt.
 
„Es ist und bleibt ein allseits bekannter Missstand, dass mit Vorliebe unter Einsatz ‚veralteter’ Methodiken an bereits vorhandenem Zellmaterial geforscht wird. Fehler sind da vorprogrammiert. Den Preis für diese Bequemlichkeiten in der Krebsforschung zahlt in jedem Fall der Patient – mit seiner Gesundheit oder sogar mit seinem Leben“, kritisiert Kübler. Den an Brustkrebs erkrankten Frauen, die auf Grundlage der offenbar fehlerhaften Forschungsergebnisse behandelt worden waren, dürfte es kaum ein Trost sein, dass nun die Hautkrebsforschung von den betroffenen Erkenntnissen – auch wenn nur teilweise – profitieren könnte.
 
Weitere Informationen finden sich unter www.kueblergmbh.com beziehungsweise können von Redaktionen per E-Mail an kueblergmbh@presse-desk.com angefordert werden.
 
 
 
Über Dr. med. Ulrich Kübler:
 
Dr. med Ulrich Kübler ist Onkologe. Er absolvierte sein Medizin-Studium – mit den Schwerpunkten Biochemie und Tumorimmunologie – an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach erfolgreicher Promotion zum Dr. med. 1977 betrieb Kübler umfassende Forschungsarbeiten in den Vereinigten Staaten. Heute leitet er die von ihm gegründete Dr. Kübler GmbH, ein privates Forschungsinstitut, das in der Lage ist, menschliche Tumorzellen zu gewinnen, aufzubewahren sowie dagegen Therapiestrategien zu entwickeln. Dr. Kübler ist Inhaber nationaler und internationaler Patente auf dem Gebiet der Medizin und Biotechnologie.


Presse-Kontakt:

Dr. Kübler GmbH
Siebertstr. 6
D-81675 München

PresseDesk
Tel.: 030/275 722 69
E-Mail: kueblergmbh@presse-desk.com
Web: www.kueblergmbh.com




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