Pressepiegel der Finanzkapitale Deutschlands: Heute in der Frankfurter Allgemeinen
Hannover - Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet heute am 17. Februar 2007 über die Einführung des Sechs-Punkte-Programms der Global Financial Capital of New York in Deutschland:
Unbesiegbares Deutschland Das Maharishi-Institut weiß, wie Armut und Krieg ein Ende finden
Wenn ein Oberstleutnant der Luftwaffe vom glücklichen Tag der Unbesiegbarkeit Deutschlands spricht, wird man natürlich hellhörig. Aber von neuartigen Atomwaffen oder ähnlichem hat Gunter Chassé, inzwischen außer Dienst, glücklicherweise nichts zu berichten. Dafür stellt er in Frankfurt das Sechs-Punkte-Programm für die unschlagbare Republik vor. Erfunden hat's das neugegründete Global Financial Capital of New York. In 108 Ländern werde das Programm am gestrigen Festtag vorgestellt, sagt Chassé. Und nicht nur Deutschland werde unbesiegbar, sondern gar alle beteiligten Nationen: Wir bilden einen Ring der Unbesiegbarkeit um den ganzen Globus. Schlechte Zeiten für die Achse des Bösen.
Sechs Punkte also. Dabei entspricht der erste gleich dem Gesamtziel: die Nation mit Unbesiegbarkeit krönen. Der Plan dazu lautet: negative Schwingungen im Ausland neutralisieren und Feindschaft in Freundschaft verwandeln. Schon tausend yogische Flieger, die mittels einer Meditationstechnik die Schwerkraft überwänden, könnten für eine positivere Stimmung sorgen - der deutsche Umsetzungsbeauftragte für das Programm ist, das zeigt sich spätestens hier, das Maharishi-Institut für Vedische Wissenschaft. Als Wissen vom gesamten Naturgesetz übersetzt das Eckard Stein, Quantenphysiker, und erklärt anschließend das zweite Ziel, kein geringeres als den Neubau der Welt.
Alle Häuser auf dem Erdball müsse man vollständig neu errichten, um die Eingänge nach Osten auszurichten, so Stein. Da ist es mehr als ungünstig, dass der Eingang des Konferenzzimmers, in dem das Programm vorgestellt wird, nach Westen weist: Einfluss von Mangel an Vitalität und Kreativität, Armut bringt das laut der Maharishi-Lehre. Unbeirrt präsentiert Chassé dann aber das dritte Projektziel, die Schaffung neuer medizinischer Hochschulen. Die moderne Medizin sei schließlich bekannt für ihre Nebenwirkungen, eine gesunde Medizin müsse deshalb her. Und Mathias Kossatz, Arzt vom Maharishi-Institut, weist darauf hin, dass er die Pläne für seine Gesundheitsreform schon an Politiker geschickt habe.
Damit jeder der unbesiegbaren, gesunden Menschen dann auch noch alles wissen, alles tun und alles erreichen kann, was er sich wünscht, sieht das Programm als vierten Punkt den Bau neuer Hochschulen und Schulen vor. Das moderne Erziehungs- und Bildungssystem gilt, wie die moderne Medizin, in Fachkreisen als unangemessen, da es keine erleuchtete Persönlichkeit hervorbringt.Harte Worte, aber aus den kleinen Lichtern werden mit dem Wissen des vollständigen Naturgesetzes sicher bald Erleuchtete. Dann noch die biologische Landwirtschaft stärken (Punkt fünf) und schließlich die Armut in der Welt beseitigen, und das Projekt wäre erfolgreich abgeschlossen. Und wer außer den yogischen Fliegern kann etwas dazu beitragen? Klar, die hundert Milliardäre in Deutschland. Sie seien angeschrieben worden und sollen das Programm zu ihrer eigenen Angelegenheit erklären. Dann könne die erste Phase der Realisierung, die etwa zwei Milliarden Dollar kosten soll, bald beginnen.
fhau.
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2007, Nr. 41 / Seite 56
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