19. Januar 2007 15:44 Uhr | planZ - Studienberatung
In Österreich kippt die "Ausländerquote"
Berlin - Für viele Bewerber um einen Studienplatz in Medizin ist eine Bewerbung in Österreich die einzige Chance auf den Arztberuf. Auch in den kommenden Wochen werden ¾ der Bewerber in Deutschland eine Absage bekommen. Da dürfte es vielen wie ein Lichtblick erscheinen, dass eine Quotenregelung, die in Österreich für Studienbewerber aus der EU eingeführt wurde, zu kippen droht. Österreich hatte im vergangenen Jahr eine 20 Prozent Quote für Bewerber aus dem EU-Land eingerichtet, welche, wie „Der Standard“ am 19. Januar berichtet, vermutlich schon am kommenden Mittwoch vom Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärt wird.
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Damit dürften sich für viele Studierwillige wieder gute Chancen auf einen Medizinstudienplatz eröffnen. planZ, die Berliner Studienberatung empfiehlt, in jedem Fall noch am kommenden Bewerbungsverfahren teilzunehmen und auf eine positive Entscheidung des EuGH zu setzen. „Allerdings ist momentan nicht abzusehen, wie schnell eine solche Entscheidung sich auch in den österreichischen Auswahlverfahren niederschlägt“, erklärt Patrick Murray, der als Geschäftsführer der Studienberatung planZ in diesem Jahr spezielle Workshops zum Thema „Wege ins Medizinstudium“ ins Leben gerufen hat.
„In Österreich formiert sich politischer Widerstand, weshalb die EuGH-Entscheidung wahrscheinlich nicht sehr zügig umgesetzt wird.“ Dennoch sollten sich die Studierwilligen im Zeitraum vom 1.2. bis 23.2.2007 über ein Online-Formular für einen Studienplatz in Österreich bewerben, um die Chance auf einen Studienplatz in Österreich nutzen zu können. Es empfiehlt sich jedoch, auch nach weiteren Strategien Ausschau zu halten. So kann durch eine geschickte Bewerbung in Deutschland von vornherein die Aufnahmechance beträchtlich erhöht werden.
Grund hierfür ist das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH), welches oftmals noch eine „zweite Chance“ eröffnet. Das Studium in Österreich ist folglich nicht die einzige Möglichkeit für Abiturienten einen der heiß begehrten Studienplätze zu erhalten. Wie es geht, zeigt die Studienberatung planZ in Workshops, die dieses Jahr angeboten werden.
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