Oldenburg - Dokumentarfilmer Hannes Nordmann hatte Anfang September 2006 die einmalige Gelegenheit den Rebellenführer Laurent Nkunda im Ostkongo für ein exklusives Interview zu gewinnen. Als Kriegsverbrecher wird General Laurent Nkunda bisher von der Uno gesucht. Ihm wird unter anderm Völkermord vorgeworfen.
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Nkunda studierte Psychologie im kongolesischen Kisangani und im ruandischen Mudende, ehe er sich der ruandischen Tutsi-Bewegung Rwandan Patriotic Front (RPF) anschloss. Nachdem diese 1994 die Kontrolle über Ruanda übernommen hatte, kehrte Nkunda in seine Heimat zurück und wurde ein Kommandeur der ruandisch unterstützten Rally for Congolese Democracy (RCD), der Rebellengruppe, die im fünfjährigen Bürgerkrieg den Großteil des Ostens der Demokratischen Republik Kongo kontrollierte.
Gerneral Nkunda, der mit Medienvertretern sonst nur am Telefon spricht, hat den Deutschen Filmemacher Hannes Nordmann eingeladen eine Dokumentation über seine Bewegung zu drehen. Bei dem mehrtägigen Dreh entstanden einmalige, filmische Aufnahmen über General Nkunda, über den Rebellenstandort, die aktuelle politische Situation sowie den Rebellenalltag einschließlich seltener Bildaufnahmen. Eine erneute Reise zum Ende des Jahres 2006 in das Rebellengebiet für eine weiterführende Recherche mit neuen Interviews ist bereits in Planung. "Ich will die Rebellen besser verstehen und so ein engeres Verhältnis aufbauen und daher über einen Monat mit Ihnen zusammen leben. Fernab von der Zivilisation" so Nordmann. In dem aktuellen, englischen Interview mit General Nkunda, werden die Anfänge der Rebellenbewegung, die Ziele und das Verhältnis zu Präsident Kabila beschrieben.
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