Hinterschmiding - Bereits seit 1977 hat FELS! – das ServicePortal intensive Einblicke in das Verhalten und in Gewohnheiten der deutschen Elite. Noch nie aber waren dramatische Veränderungen und Umbrüche so deutlich feststellbar wie in den letzten Monaten. Hans Fels, Manager des Ressorts AWARD-Editionen, führt dies zurück auf die öffentliche Gier nach Negativ-Schlagzeilen. „Die deutsche gesellschaftliche Elite fühlt sich von der Öffentlichkeit missverstanden und teilweise bewusst diskreditiert.“
Grund dafür sei die Berichterstattung über deutsche Prominenz, die sich vorwiegend auf Klischees stützt, so Fels. Berichte vor allem über Skandale, falschen Glamour, Klamotten, sexuelle Vorlieben und teure Hobbys prägen das Bild. Als noch viel schwerwiegender schätzt Fels jedoch die mediale Schelte wegen scheinbar unermesslichem Reichtum, Dekadenz und Steuerflucht ein. „Dank weniger schwarzer Schafe, die in jeder Gesellschaftsgruppe zu finden sind, werden die unbestreitbar realen Leistungen dieses Personenkreises ausgeblendet“, bedauert Fels. „Die deutsche Elite wird pauschal kriminalisiert. Das Ergebnis: eine innere Emigration.“
Erste Konsequenzen sind bereits erkennbar. Der AWARD elitaer, vom Service-Portal FELS herausgegeben und als Luxus-Zertifikat und Edel-Porträt innerhalb der deutschen Elite etabliert, offenbart das. „Im Jahr 2006 haben nur neun Prozent der deutschen AWARD-Anwärter beantragt, die Laudatio nicht in deutscher, sondern in einer Fremdsprache auszufertigen,“ berichtet Fels. „Im ersten Quartal 2008 war es bereits jeder Dritte.“ Fels wertet diese Entwicklung als Indiz dafür, dass die vom AWARD elitaer definieren Leistungen und Fähigkeiten zukünftig im Ausland zum Einsatz kommen sollen.
Auch eine interne Umfrage unter AWARD-Interessenten offenbart die Bereitschaft der Elite zur Abwanderung. Im Jahr 2006 erklärten nur 11 % der Befragten, sie wollten den AWARD elitaer „eher im Ausland“ verwenden. Mehr als 70 % gaben an: „Eher in Deutschland“. Im ersten Quartal 2008 entschieden sich bereits mehr als 60 % für „eher im Ausland“ und nur knapp 20 % für „eher in Deutschland“. Der Rest war unschlüssig. Die Umfrage wurde im Zeitraum von Januar 2006 bis März 2008 unter 685 AWARD-Interessenten durchgeführt.
„Die endgültige Abkehr von Deutschland ist für die deutsche Elite noch kein beherrschendes Thema. Trotzdem beobachten wir die aktuelle Entwicklung mit Sorge“, betont Fels ausdrücklich. „Noch lebt unsere Oberschicht in Deutschland. Das riesige Potential dieser Gesellschaftsgruppe droht jedoch, der deutschen Gemeinschaft auf Dauer verloren zu gehen.“
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