Freiburg - Über 2.000 Besucher interessierten sich am 13. und 14. September 2008 auf der Paracelsus Messe in Freiburg für die neuartige Immuntherapie im Kampf gegen die Volkskrankheit Krebs. Der Münchner Krebsforscher und Biochemiker Dr. Ulrich Kübler hatte mithilfe eines animierten Films die Entstehung von Tumorzellen, das Prinzip der Metastasenbildung sowie den Erfolg der von ihm entwickelten Immuntherapie veranschaulichen und so auch dem Laien zugänglich machen können.
Schließlich ist und bleibt das Thema Krebs brisant: In den Industrieländern erkrankt bereits jeder Dritte an Krebs; jeder Vierte stirbt an der Zellmutation. Über 90 Prozent der Patienten versterben allerdings nicht am Primärtumor, sondern an den Folgen der Metastasierung, die durch im Blutkreislauf zirkulierende Tumorstammzellen verursacht wird. Entsprechend groß war für Fachfremde auf der Messe der Informationsbedarf zur Krankheit und deren Entstehung.
„Die Besucher zeigten sich vor allem vom Animationsfilm ‚Die Geschichte der Killerzelle’ bewegt. Entsprechend rasch waren die 250 mitgebrachten Film-CDs vergriffen“, zeigte sich Kübler, für den die Aufklärung einen hohen Stellenwert einnimmt, zufrieden. Er stand zahlreichen Besuchern Rede und Antwort. Darunter befanden sich auch zwei Lehrer, die den Animationsfilm sogar in ihrem Unterricht als Anschauungsmaterial verwenden möchten. Immerhin: Was sonst nur für Wissenschaftler unter dem Mikroskop sichtbar ist, konnte mit dem Cartoon nun auch für die Besucher der Messe greifbar gemacht werden.
Kübler möchte die Menschen vor allem für eine erfolgsversprechende Vorsorge sensibilisieren. Denn Krebs existiert bereits vor seiner Entdeckung als Tumor. Mutierte Zellen, so genannte Tumorstammzellen, entstehen durch schädliche Einflüsse aus ursprünglich gesunden Zellen und können sich über die Blutbahn verbreiten. Wenn sie sich dann in einem Organ oder einer Zellstruktur eingenistet und ein Karzinom gebildet haben, hilft oft auch eine Operation oder Bestrahlung nicht mehr.
Die Immuntherapie setzt daher bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung an. Nach einem positiven Test auf Tumorstammzellen im Blutkreislauf werden die eigenen Natürlichen Killerzellen des Patienten genutzt, um die Krankheit bereits im Entstehen zu bekämpfen. Die körpereigenen „Abwehrstoffe“ werden hierzu im Labor mit den nötigen Informationen versorgt und dem Patienten per Anti-Krebs-Impfung wieder zurückgegeben. „Die beste Operation ist schließlich keine Operation“, bringt es Kübler auf den Punkt. Der Erfolg der von ihm entwickelten kombinierten Immuntherapie spricht jedenfalls für sich.
Terminhinweis: Dr. Ulrich Kübler wird auch auf der Paracelsus Messe in Wiesbaden am 14. und 15. Februar 2009 als Aussteller vertreten sein.
Weitere Informationen sowie der Film „Die Geschichte der Killerzelle“ finden sich im Internet unter
www.kueblergmbh.com.
Über Dr. med. Ulrich Kübler: Dr. med Ulrich Kübler ist Onkologe. Er absolvierte sein Medizin-Studium – mit den Schwerpunkten Biochemie und Tumorimmunologie – an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach erfolgreicher Promotion zum Dr. med. 1977 betrieb Kübler umfassende Forschungsarbeiten in den Vereinigten Staaten. Heute leitet er die von ihm gegründete Dr. Kübler GmbH, ein privates Forschungsinstitut, das in der Lage ist, menschliche Tumorzellen zu gewinnen, aufzubewahren sowie dagegen Therapiestrategien zu entwickeln. Dr. Kübler ist Inhaber nationaler und internationaler Patente auf dem Gebiet der Medizin und Biotechnologie.
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