Initiative gegen Christliche Gewerkschaften
Duisburg - PDS/Linke will Christliche Gewerkschaften in Thüringen mittels Parlament bekämpfen „Zurück zu DDR-Verhältnissen, Christliche Gewerkschafter nach Bautzen“.
Glaubt man einem Artikel der Ostthüringer Zeitung vom 24. Juli 2008, dann plant die SED-Nachfolgepartei PDS/Linke in Thüringen eine Landtagsinitiative gegen die Christlichen Gewerkschaften. Dies alleine wäre noch so halbwegs zu verstehen, denn nach dem Verständnis der ehemaligen SEDler kann es konkurrierende Gewerkschaften schlichtweg nicht geben. Aber die Zeitung berichtet weiter, dass eben diese „Initiative“ der PDS/Linken auf „Sympathie des DGB-Landesvorsitzenden in Thüringen, Steffen Lemme, gestoßen“ sei.
Dazu erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Christlichen Gewerkschaft Metall und Mitglied des CGB-Bundesvorstandes Detlef Lutz: „Man muss schon mehr als einmal hinschauen, um zu verstehen, was da laufen soll. Wir haben in Deutschland unser Grundgesetz. Im Grundgesetz gibt es den Artikel 9 Absatz 3, welcher die Freiheit der Menschen, sich in freien Gewerkschaften zu organisieren, begründet. Nun kommt eine Partei und Hand in Hand mit ihr ein Gewerkschaftsbund und will mittels einer staatlichen Initiative dieses Grundrecht abschaffen. Wenn man darüber nachdenkt, welche Geisteshaltung und welches politische Grundverständnis da hinter stecken mag, dann läuft es einem eiskalt über den Rücken. Der zweite Schritt dieser „Initiative“ heißt dann wohl „Christliche Gewerkschafter nach Bautzen“, oder?
Man kann – so Lutz – derartige Gedankengänge nicht einmal dann halbwegs nachvollziehen, wenn man weiß, dass tief in der PDS halt die alten SED-Ideologien stecken und auf der anderen Seite der DGB die alten FDGB-Strukturen weitgehend übernommen hat. „Wir haben schon viel erlebt in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Christlichen Gewerkschaften, aber dies sucht seinesgleichen. Seit dem Verbot und der Gleichschaltung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 durch die Nazis, hat es eine solche „Initiative“ nicht mehr gegeben!“
Lutz fordert den DGB-Vorsitzenden Sommer auf, seinen Thüringer Landesvorsitzenden in dessen Schranken zu weisen und ihm einmal das Grundgesetz und dessen Bedeutung zu erklären.
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