27. Oktober 2006 13:20 Uhr | Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO)
Ein musikalisches Spektakel der Extraklasse
Trossingen - Am 11./12. November 2006 präsentiert die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände zu ihrem 50-jährigen Bestehen die creme de la creme deutscher Auswahlorchester
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Wenn sich am 11./12. November 36 Auswahlorchester sämtlicher Gattungen und Stilistiken in der Musikstadt Trossingen treffen, schlagen nicht nur die Herzen der Fans traditioneller Klänge höher. So bieten die überwiegend jungen Orchester Musik sämtlicher Genres und zeigen die Vielfalt der deutschen Musiklandschaft. Dass aber nicht nur das spartenübergreifende Fest der Orchester ein verbindendes gesellschaftliches Element darstellt, zeigt sich gerade dann, wenn sich die besten Auswahlorchester aus Deutschland untereinander messen. Sie zeigen, dass gerade ein Verband wie die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände und ihre Mitglieder Aufgaben übernehmen, wie sie die Schulen schon lange nicht mehr leisten können. Sie kümmern sich einerseits um die musikalische Entwicklung der jungen Menschen, die der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Schlüsselqualifizierung dient, und andererseits betreiben sie mit Veranstaltungen wie dem 3. Wettbewerb für Auswahlorchester Spitzenförderung. Diese Wettbewerbe stellen messbare Größen für musikalische Qualitäten dar, die peinliche Jurorenselbstdarstellungen wie bei Castingshows unnötig macht. Es wird durch komplexe Bewertungssysteme ein Wettbewerb ausgetragen, wie er sich ähnlich spannend nur bei Events wie dem Eurovision Songcontest darstellt.
Dass sich dieses Ereignis im beschaulichen Trossingen abspielt, welches sich mit seiner Bundesakademie für musikalische Jugendbildung, der Staatlichen Musikhochschule und dem Hohner-Konservatorium als eine der wichtigsten Musikstädte Deutschlands präsentiert, zeigt wiederum, dass sich gerade in Flächenländern wie Baden-Württemberg wichtige kulturelle Begebenheiten auch außerhalb der Metropolen abspielen und einen Besuch lohnenswert machen. Die Orchester, die vorwiegend aus jungen Spitzenmusikern bestehen, stellen eine, wenn nicht die Säule deutscher Musikkultur dar und werden deshalb auch zu Recht von der öffentlichen Hand gefördert. So auch beim Spitzentreffen in Trossingen, zu dem der Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher als Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände einlädt. „Ohne Breite gibt es keine Spitze. Der Breitenkultur immer neue Impulse zu geben, das ist unsere Aufgabe“, so Burgbacher.
Dass sich hinter den Spitzenorchestern des BDO keinesfalls angestaubte Volksmusikensembles verbergen, wie sie uns wöchentlich zur besten Fernsehsendezeit überwiegend von den öffentlich-rechtlichen Sendern präsentiert werden, zeigt sich zum Beispiel an den Landesjugendjazzorchestern. Diese können sich mittlerweile mühelos mit Profi Big Bands von James Last oder Stefan Raab messen, und das bei einem überwiegend 20 Jahre jüngeren Altersdurchschnitt und weitaus geringeren finanziellen Möglichkeiten.
Gerade deshalb sind auch diese Orchester so wichtig für die deutsche Musiklandschaft und so attraktiv für das Publikum, weil sie in einzigartiger Weise traditionsgeprägte Instrumentengattungen mit jazzigen und populären Arrangements verbinden, die ein generationenübergreifendes Publikum finden. Zudem verbindet die BDO in 23 000 Orchestern und Ensembles 1,6 Millionen Mitglieder, eine Zahl, die nicht nur beeindruckend ist, sondern für sich spricht.
Fordern Sie für weitere Informationen das 156-seitige Festbuch an oder wenden Sie sich für weitere Fragen an den Organisationsleiter. Ebenfalls können Sie hier Pressefotos anfordern.
Prof. Dr. Hans-Walter Berg Tel 07425 8312 Fax 07425 21519 info@orchesterverbaende.de
Wettbewerbsbüro vor Ort im Konzerthaus Mobil 0174-4869167
Stimmen
Ernst Burgbacher MdB, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände Die Rekordbeteiligung zeigt das große Interesse an diesem einmaligen Wettbewerb. Ich hoffe, dass viele Zuhörerinnen und Zuhörer die Musik aus allen Sparten der BDO genießen werden. Seit der Gründung der AVV/BDO ist es unser Ziel, möglichst vielen Menschen das Musizieren in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Ohne Breite gibt es keine Spitze. Der Breitenkultur immer neue Impulse zu geben, das ist unsere Aufgabe. Auch in den nächsten Jahren wird es für die BDO viel zu tun geben. Ich freue mich darauf! Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, allen Gästen wünsche ich ein erlebnisreiches musikalisches Wochenende in Trossingen.
Fritz Hörter, Vizepräsident Landesmusikrat Baden-Württemberg Musikvereine bieten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und bringen somit viele Menschen zum aktiven Musizieren. Sie bereichern unser gesellschaftliches Leben mit ihren Konzerten, Feiern und Festen. Des Weiteren helfen sie jungen Menschen ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken und optimal auszubilden. Daneben lernen junge Menschen im Musikverein soziales Verhalten und werden zu mündigen Staatsbürgern herangezogen. In schwierigen Lebenssituationen erhalten sie in ihrem Musikverein Halt und Hilfe. Global betrachtet entlasten die Musikvereine den Staat finanziell, denn die ehrenamtlich geleistete Arbeit kann durch keine staatliche Verwaltung bezahlt werden.
Erik Hörenberg, Leiter des Hohner- Konservatoriums, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Musikrats „Menschen leben Musik – Musik verbindet mehr als 7 Millionen Menschen allein in Deutschland!“ Unter diesem Motto hat die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Aktivitäten durchgeführt. Deutlich werden bei diesem Leitspruch zwei Aspekte, die die Arbeit der BDO wesentlich mitprägen: In Deutschland engagiert sich eine enorme Zahl von Menschen in ihrer Freizeit für Musik – Frauen und Männer ebenso wie Jugendliche und Senioren. Und für einen großen Teil dieser Personen geht dieses Engagement weit über eine bloße Freizeitbeschäftigung hinaus. Die Zugehörigkeit zu einer Musikvereinigung gibt neben den musikkulturellen Erfahrungen beispielsweise auch soziale und gesellschaftliche Verankerung im Leben – Menschen leben Musik.
Prof. Dr. Hans–Walter Berg, Organisationsleiter und Gründungsdirektor der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen Der 3. Wettbewerb für Auswahlorchester 11./12. November 2006 in Trossingen verpflichtet die Orchester dazu, ein Werk vorzutragen, das aus der Feder eines deutschen Komponisten stammt. Damit zieht die BDO Konsequenzen aus dem Wettbewerb in Bruchsal. Dort wurden von den Blasorchestern ausschließlich Werke ausländischer Komponisten vorgetragen. Es drängte sich der Eindruck auf, lohnende deutsche Kompositionen gäbe es nicht. Um diesem weit verbreiteten Vorurteil zu begegnen habe ich eine Liste preisgekrönter Werke und Auftragskompositionen deutscher Orchesterverbände aus jüngerer Zeit zusammengestellt.
Franz-Josef Jaumann, Vorstandsvorsitzender Volksbank Trossingen eG Die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) richtet ihren 3. Wettbewerb für Auswahlorchester heuer in Trossingen aus. Hierzu werden 1.500 Musikerinnen und Musiker in unsere Musikstadt reisen. Sehr gern stellen wir die Geldpreise in Höhe von 15.000 EUR für die Preisträger zur Verfügung. Gleichzeitig feiert die Trossinger BDO ihr 50-jähriges Bestehen. Dazu gratuliere ich im Namen der Volksbank Trossingen sehr herzlich. Ohne Musik können wir uns das Leben der Menschen nicht vorstellen. Sie hilft uns das Leben zu meistern, sie tröstet uns und erfreut uns. Aus diesem Grund möchte ich allen Musikfreunden das bekannte Wort von Johann Wolfgang von Goethe mit auf den Weg geben: Wer Musik nicht liebt, verdient nicht, ein Mensch genannt zu werden. Wer sie liebt, ist ein halber Mensch. Wer sie aber treibt, der ist ein ganzer Mensch.
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