28. März 2007 | 07:00 Uhr | Christliche Gewerkschaft Metall
"Wir sind längst noch nicht am Ende des Weges"
Duisburg - Vor genau einem Jahr, am 28. März 2006, bestätigte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) den Status als tariffähige Gewerkschaft (BAG 1 ABR 58/04). Die CGM legt großen Wert auf die Feststellung, dass damit in einem über 10 Jahre dauernden Prozess der Status der CGM bestätigt und nicht etwa zugesprochen wurde, denn Gewerkschaften sind bis zum Beweis des Gegenteils Gewerkschaften!
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Detlef Lutz, stellvertretender Bundesvorsitzender der CGM sagte zum Jahrestag der BAG-Entscheidung in Duisburg:
"Das Ende der langen Wegstrecke für mehr Demokratie in den Betrieben und Unternehmen ist längst noch nicht erreicht. Die IG-Metall und andere DGB-Gewerkschaften haben ihre damalige Ankündigung wahr gemacht und den Kampf gegen freie und unabhängige Gewerkschaften politisch fortgesetzt. Helfer haben sie dabei reichlich, wie man am Beispiel der ARD-Sendung „panorama“ vom 22. Februar dieses Jahres feststellen konnte.
Nunmehr gilt es, den Gedanken des Gewerkschaftspluralismus in den Köpfen der Menschen in unserem Land als etwas selbstverständliches zu etablieren. Überall auf der Welt gründen sich freie und unabhängige Gewerkschaften, überall wird dies begrüßt und überall macht das Wort vom Schutz der Minderheiten die Runde. Genau das sollten wir in Deutschland ebenso hinbekommen.
Die Beteiligung der Arbeitnehmer am Produtivvermögen, also der Weg vom abhängig Beschäftigten zum Wirtschaftsbürger, ist eines der großen Ziele der CGM. Die Ausweitung der guten, innovativen Tarifpolitik, welche dazu führt, dass Menschen in Arbeit kommen, Ausbildungsplätze geschaffen werden, die Arbeitnehmer am Erfolg beteiligt sind und die Betriebe dennoch die Luft zum atmen haben, sind weitere Ziele.
Freie, direkte und geheime Wahlen zu den Aufsichtsräten und den Gesamtbetriebsräten müssen gesetzgeberisch auf den Weg gebracht werden und es muss eine Umkehr im Denken und Handeln stattfinden, nämlich eine Umkehr des Entsolidarisierungsprozesses in unserer Gesellschaft.
Die Einheitsgewerkschaft, so es sie jemals gab, ist gescheitert. Sowohl national, als auch international. Freie und unabhängige Berufs- und Branchengewerkschaften haben sich überall gegründet und plazieren sich als wichtige Ergänzung im Ringen um die besten Konzepte.
Die Zeit der Gerichtsverfahren, Gewerkschaft gegen Gewerkschaft, muss vorüber sein! Die Menschen in unserem Land brauchen starke Gewerkschaften, die zwar miteinander konkurrieren um das bessere Konzept, aber auch dazu fähig sind, dieses miteinander zu verwirklichen.
Wenn es eine Botschaft gibt zum Jahrestag der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes, dann diese!“
Die CGM wird auf ihrem Bundesgewerkschaftstag am 19. und 20. Oktober 2007 in Frankfurt am Main wichtige Weichen für die Zukunft stellen.
Presse-Kontakt:
CGM
Detlef Lutz
Obere Kaiserswerther Str. 56
Fon 0203/23447
Hinweis:Für den Inhalt dieser Presse-Information ist ausschließlich deren Emittent verantwortlich. Bei Fragen zum Release-Net wenden Sie sich bitte an buero@release-net.de.
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